The Book & The Last Book
von Gerd am 21. Oktober 2026 noch kein Kommentar - schreibe den ersten!

- Hungry Minds
The Last Book
Das Tagebuch des letzten Erdlings
Köln, Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft, 2026, 368 S.
ISBN 9783911408059 120,00 Euro
überformatiger Prachtband
Ich habe es ja schon öfter davon gehabt. Nicht alle Entwicklungen sind unerfreulich, wenn wir uns auf dem heutigen Buchmarkt umsehen. Wenn ich es sehr positiv beschreibe, erleben wir sogar eine echte Renaissance des gedruckten Buches. Farbige Buchschnitte, Prägungen und Veredelungen sind voll im Trend. Haptisch und optische Opulenz, viel öfter wieder gebundene Bücher oder zumindest halbwegs ansprechende Klappenbroschur.
Aber was das internationale Kreativ-Kollektiv Hungry Minds mit "The Book" und dem Nachfolger "The Last Book" auf den Tisch wuchtet, spielt in einer völlig eigenen Liga. Das sind keine gewöhnlichen Bildbände und erst recht keine Roman(z)e(n) in aufgehübschtem Gewand – das sind gewaltige, analoge Kunstobjekte zum Staunen, Blättern und Vorzeigen. Ich habe die beiden Bücher bei meinem Prospektmarathon entdeckt und war schon ziemlich begeistert. Als sie dann im Laden gelandet sind, war klar, DIE MUSS ICH HABEN!
Da die Bücher keine typischen Bücher sind, die man liest und dann ins Regal stellt, sondern Bücher, mit denen man sich beschäftigt und auseinandersetzt, wird schnell klar, dass es da noch mehr gibt, mit dem man sich auseinander setzen sollte und natürlich auch will. Automatisch landet man dann irgendwann auf der Seite der Hungry Minds, die als Autoren genannt werden. Und liest die einleitenden Worte: "Das Was: Hungry Minds ist ein dezentrales Kreativstudio und ein Verlag. „Dezentral“ bedeutet, dass wir keinen offiziellen Hauptsitz haben, an dem alle unsere Kollegen zusammenarbeiten." und dann folgen da jede Menge interessanter Hintergründe und Informationen, welche hier wiederzugeben unsinnig wäre, sind sie doch dort hübsch verpackt gesammelt.
Als nächstes stolpert man dann automatisch über die physikalische Entstehungsgeschichte von "The Book", mit dem markigen Untertitel: "Der ultimative Wegweiser zum Wiederaufbau einer Zivilisation". An dieser Stelle stellt man fest, dass bereits das eine Anekdote für sich ist. Als das Projekt auf Kickstarter durch die Decke ging und über drei Millionen Dollar(!) einspielte, deckten sich tatsächlich einige verbissene Survival-Spezialisten mit dem Band ein. Die Enttäuschung folgte auf dem Fuß: Mit einem über 2,2 Kilo schweren, prachtvoll bedruckten Monumentalband im Rucksack, der noch dazu eben ein Kunstprojekt und kein Leitfaden ist, lässt sich in der freien Wildnis reichlich wenig anfangen. Wer eine trockene Notfall-Anleitung sucht, hat den Clou nicht verstanden. Aber das war eh klar. Entsprechend sind die einzigen kritischen Negativstimmen auch genau aus dieser Ecke zu lesen. Realsatire eben…
Denn "The Book" macht sich einen SPASS daraus, 10.000 Jahre menschlichen Erfindergeist auf über 400 Seiten zu feiern. Das Team um Illustrator Lev Kaplan hat mehr als 8.000 Stunden Handarbeit in hunderte filigrane Zeichnungen gesteckt. Von der ersten Funken-Erzeugung über den Bogenbau bis hin zur Molekulargastronomie sieht man hier einen optischen „Tech-Tree“ der Menschheit. Voller Augenzwinkern, Easter Eggs, mythologischer Anspielungen und technischer Eleganz. ein intellektuelles Wimmelbuch für Erwachsene.
Während "The Book" das enzyklopädische Zivilisations-Mosaik feiert, schlägt der zweite Band "The Last Book: Das Tagebuch des letzten Erdlings" noch deutlicher die Brücke zur spekulativen Fiktion. Die Prämisse ist ergreifend schlicht. Die Erde existiert nicht mehr, und an Bord eines fremden, stummen Raumschiffs erwacht Noah Kaplan. Er ist der letzte Überlebende der Menschheit. Um nicht verückt zu werden und gegen das Vergessen anzuschreiben, greift er zu Stift und Farbe. Und das (fiktive) Ergebnis dessen, ist kein düsterer Endzeit-Trübsinn, sondern ein über 360 Seiten starkes, handillustriertes Tagebuch oder Lexikon oder was auch immer. Was hat uns als Spezies ausgemacht? Woran haben wir geglaubt? Welche Kunst, welche Banalitäten, welches Essen und welche Architektur haben unsere Kultur geprägt?
Hungry Minds
The Book
Der ultimative Wegweiser zum Wiederaufbau einer Zivilisation
Köln, Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft, 2024, 405 S.
ISBN 9783911408004 120,00 Euro
überformatiger Prachtband
Diese Bücher sind das absolute Gegenteil von zu hortender Schrank-Ware. Wer sich solche Prachtbände kauft, um sie ungelesen im Regal verstauben oder im dunklen Panzerschrank verkommen zu lassen, verfehlt ihren Zweck komplett. Solche Schätze sind dazu da, dass wir uns an all den vielen Kleinigkeiten immer wieder ergötzen – womöglich ungeordnet und chaotisch – an all den Details UND an der handwerklichen Qualität, in der die Bücher letztendlich vor uns liegen. Man MUSS sie auf den Tisch legen, mit den Fingern über die schweren Papierseiten fahren, sich in den Detailzeichnungen verlieren – und man muss sie vorzeigen. Es sind ultimative Gesprächsanlässe, wenn Freunde oder Gäste vorbeikommen. Ein Blick ins Buch, und man ist stundenlang im Entdeckermodus.
Wer Freude an aufwändigen Gesamtkunstwerken wie J. J. Abrams’ "S. – Das Schiff des Theseus" hat oder wer meisterhaft illustrierte, bibliophile (Phantastik)Ausgaben schätzt, kommt an diesen beiden Werken nicht vorbei.
Ja, die Bände kosten ordentlich Geld. Aber für das, was hier an analoger Zeichenkunst und bibliophiler Leidenschaft drinsteckt, bekommst du ein Erlebnis, gegen das jede auf den Bildschirm gebannte Serienversion eines phantastischen Themas schlichtweg einpacken kann.
Kommt einfach vorbei, lasst uns die Bände gemeinsam aufschlagen und reinschauen. Wenn euch die Haptik und die Illustrationen nach fünf Minuten Blättern nicht gepackt haben, legen wir sie wieder ins Regal. Aber stellt euch darauf ein, dass es euch so geht wie mir, dass ihr sie nicht mehr aus der Hand geben wollt. Und übrigens. So lange ist es jetzt auch nicht mehr bis Weihnachten. Die Schokoweihnachtsmänner und die Lebkuchen stehen schon überall rum…
- Hungry Minds
The Last Book
Das Tagebuch des letzten Erdlings
Köln, Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft, 2026, 368 S.
ISBN 9783911408059 120,00 Euro
überformatiger Prachtband
Ich habe es ja schon öfter davon gehabt. Nicht alle Entwicklungen sind unerfreulich, wenn wir uns auf dem heutigen Buchmarkt umsehen. Wenn ich es sehr positiv beschreibe, erleben wir sogar eine echte Renaissance des gedruckten Buches. Farbige Buchschnitte, Prägungen und Veredelungen sind voll im Trend. Haptisch und optische Opulenz, viel öfter wieder gebundene Bücher oder zumindest halbwegs ansprechende Klappenbroschur.
Aber was das internationale Kreativ-Kollektiv Hungry Minds mit "The Book" und dem Nachfolger "The Last Book" auf den Tisch wuchtet, spielt in einer völlig eigenen Liga. …den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Bücher , Gerds Lesestapel
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Euch allen viel Spaß mit Version 2 unseres neuen Mini-Hörbuchs! 


…und was für einer! Richtig geil!
schreibt wirklich gut! Er trifft den Charakter echt super und die Reise geht eine eine kosmisch unvorhersehbare Richtung, mit der ich nie gerechnet hätte (Ich glaube auch nicht, dass sonst irgendwer mit sowas gerechnet hätte. Gegenteilige Behauptungen sind vormutlich feiste Lügen!). Wenn es um Storm geht erwartet man irgendwie fast automatisch irgendwas mit Afrika, ein Techtelmechtel mit Wolverine, Black Panther oder wieder mal Forge und ein paar Gastauftritte der X-Men… Dieser Comic geht in eine komplett andere und überaus überraschende Richtung…


Aus aktuellem Anlass muss ich unbedingt gleich ein paar Filme der letzten Monate ansprechen, die aus "unserem" Genre sind. Ich hab mir "Das Ende der Sterne" angesehen. Ich hab das Buch gefeiert. Ridley Scott ist einer der besten Regisseure. Was kann das schon schief gehen?
auch artworktechnisch, komplett falsch. Die Reihe lässt sich am besten mit den Animeserien zu den Mangas "Dandadan" oder "Demonslayer" vergleichen, auch hat sie mich an "Avatar – Herr der Elemente" erinnert. Alle Drei welche der erfolgreichsten Titel ihrer Genres, aber ungewöhnlich diesen Stil jetzt im offiziellen Kanon des neuen Ultimate Universe zu erleben.
Vom Låden und vom Leben Nummer 39 – Komiunidie



Passend zu Lobos großem Leinwandauftritt im aktuellen Supergirl Film, hat Panini natürlich die Chance genutzt dieses Material in schicken Paperbacks und Hardcovern neu aufzulegen. Geiler Scheiss!! Ich hab die Serie von Alan Grant (nein…er war nicht im Jurassic Park) und Val Semeiks als Teenboy gefeiert und hab viiieeelee Jahre später beim Lesen der Neuauflage gemerkt, dass sich daran absolut nichts geändert hat.
Diesmal war ich wieder unterwegs. Und ich bin begeistert. Sozusagen aus dem Häuschen in doppelter Hinsicht. Natürlich muss ich euch davon erzählen und euch Lust und Laune für das nächste Jahr machen…

Ich hab mir mal wieder die Mühe gemacht und ein bisschen durch unsere Seite geschaut, also unsere Homepage comicdealer.de.

Urlaub ist etwas Notwendiges, man erholt sich von der Arbeit, man hat endlich mal Zeit die Beine baumeln zu lassen und vermeintlich Wichtiges tritt in den Hintergrund. Auch die Kreativität nimmt zu, denn nur mit genug Zeit und Muse gelingt kreatives Schaffen.

Die Folge ist Rückschau und Ausblick. Wegen der Spielbar über die Spielbar. Was war und was kommt und was die Spielbar überhaupt ist. Natürlich zusammen mit der Namensgebenden Katha alias KaZu…

So, Burn wollte sich wieder solo durch die Verlagsveröffentlichungsflut kämpfen. Aber er war überfordert. Deshalb hat er seine treue Hündin mit rein schauen lassen. Vier Augen sehen mehr als zwei, deshalb hier ne geile Auswahl aus den Vorschauen der größeren Comic Verlage fürs Winterhalbjahr.
Kurz vor knapp wollen wir es nicht versäumen, euch noch einmal auf den anstehenden Spielbar Bazar an diesem Freitag hinzuweisen. Ich nutze die Chance und Verknüpfe eine Kurzrezi mit dieser Erinnerung: Die gewohnte "Spielbar", als Spiele-ausprobier-Abend ist diesmal zusätzlich erweitert. Ihr könnt zu absoluten Schnäppchenpreisen jede Menge Spiele aus diesem Fundus abstauben. KaZu hat in diesem Zusammenhang bereits einen 
So, es ist mal wieder soweit. Wir haben einen Gastautor, der gerade ein Schulpraktikum bei uns absolviert. Deswegen ist der Artikel in Wahrheit gar nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern vielmehr von unserem fleißigen und hart arbeitendem Praktikanten Erik (nicht der Wikinger). Viel Spaß und lasst euch von seiner Begeisterung anstecken…







